Der letzte Schritt der kulturellen Evolution ist die geschichtliche Zeit.
Sie begann, als die Menschheit über die kleinen Gruppen hinaus verstanden hatte, ihre Kräfte mit anderen Akteuren zu kombinieren (https://www.resilience.org/stories/2015-12-22/the-key-to-human-history-ultrasociality/) .
Die Sprache steigert die Kombinationsfähigkeit.
„Die ganze Erde hatte eine Sprache und ein und dieselben Worte. … Die Menschen sagten zueinander: Auf, formen wir Lehmziegel und brennen wir sie zu Backsteinen. So dienten ihnen gebrannte Ziegel als Steine und Erdpech als Mörtel. Dann sagten sie: Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis in den Himmel! So wollen wir uns einen Namen machen, damit wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen. Da stieg der HERR herab, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten. Und der HERR sprach: Siehe, ein Volk sind sie und eine Sprache haben sie alle. Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, wenn sie es sich zu tun vornehmen. Auf, steigen wir hinab und verwirren wir dort ihre Sprache, sodass keiner mehr die Sprache des anderen versteht. … Darum gab man der Stadt den Namen Babel, Wirrsal, denn dort hat der HERR die Sprache der ganzen Erde verwirrt …“
Die Menschheit entkam dem Verlust ihrer Superkraft durch Vermehrung, Verdichtung und die Zeit. Bis zum nächsten Versuch, alle Errungenschaften bis ins Himmelhohe emporzutreiben, dauerte es etwas, rund 2000 bis 3000 Jahrhunderte. Die Story hat ein Teil in die Länge gezogen, wie soll ich sie nennen? Antisoziale Egozentriker (definiert durch rund 20 Merkmale, zu denen auch „Gewissenlosigkeit“ gehört)? Machthungrige Männer? Oder war es ide Unzulänglichkeit der Sprache? Sprache kann ja auch wahnsinnig machen, das Falsche richtig erscheinen lassen, Brutalität als einen Akt der Klugheit.
Die demokratischen Talente der Menschheit, der Du-Ich-Dialog, sind letztlich schlauer. Dialoge enthalten immer eine Restspur von Korrekturfähigkeit.
Den Fehler, Menschen einseitig zu betrachten, kann man kaum genug vermeiden. Das machen Zyniker, die ganze Blase der konservativen Pessimismisten und überhaupt die Anti-Fortschrittler.
“Philosophischer” Pessimismus gewandet sich sprachlich oft edel in alte römische Tücher. Das verzweifelte Aufseufzen ist eine verständliche Reaktion auf Missstände und Katastrophen, aber intellektuell über ganze Essays und, Bücher und Werke ausgewalzt ist Pessimus billig. Mangelware, in einem anderen Sinn. Misanthropen sind Halunken. Meistens lichtfeindliche Männer, und sie haben nicht zufällig ausgesprochen unschöne Charakterzüge. Wer liebt, glaubt ans Lächeln und baut Häuser.
Die Herausforderung bleibt, sich der wahrscheinlich schwierigsten Aufgabe der Aufklärung zu stellen: der Selbstaufklärung des Menschen über sich selbst.
Möglich, dass Menschen in einer einzigartigen Kulmination ihrer Kombinationsfähigkeit den Mars besiedeln, aber nicht verstehen, überhaupt nicht, was genau sie dahin treibt und ob es nicht eine viel einfachere Lösung für ihr Glück gäbe.
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